Zuerst Freud dann Leid – Wir haben es selbst vergeigt

Zuerst Freud dann Leid – Wir haben es selbst vergeigt

02.09.2018

Kurt Russ (Chef-Trainer)
…zum Spiel: Wir haben 15 Minuten gebraucht bis wir im Spiel waren, sind dann aber mit unserer ersten Torchance richtig in Fahrt gekommen und haben dem Gegner danach überhaupt keine Chance gelassen. Nach dem Doppelschlag von Sabi (Thomas Sabitzer) hat alles für uns gesprochen. Leider haben wir noch zwei 1000%ige Chancen liegen gelassen und das tut im Nachhinein natürlich unheimlich weh. Denn die zweite Hälfte war dann leider komplett konträr. Wir sind zu wenig gelaufen, haben uns Meter geschenkt und nicht mehr die Wege gemacht, die es braucht, um die Partie nach Hause zu spielen. Wir haben völlig den Zugriff verloren und uns so selbst um den Erfolg gebracht. Schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben. Aber so ist halt der Fussball.

…zum “Einbruch“ in der zweiten Hälfte: Von der Bank aus hat man da wenig Einfluss. Wir haben in der Pause noch gewarnt, dass noch nichts geschafft ist und wir ja nicht nachlassen dürfen. Aber leider haben wir uns dann zu sehr hinten reindrücken lassen, waren einfach zu passiv und so ist Wattens wieder ins Spiel gekommen. Und dann war es natürlich auch eine Kopfsache. Wir konnten uns nicht mehr richtig befreien und der Gegner ist volles Risiko gegangen und das ist dann auch mit dem nötigen Glück voll aufgegangen.

Thomas Sabitzer (Doppeltorschütze)
…zum 1:0: Das erste Tor war eine einstudierte Variante. Wir haben das genauso trainiert und das ist dann voll aufgegangen. Benji (Benjamin Rosenberger) hat gewusst, dass ich auf die zweite Stange gehe und hat den Ball genau dort hingebracht und ich hab den Kopfball schön erwischt und der hat genau gepasst.

…zu seinem Traumtor zum 2:0: Ich habe gedacht, dass Puschi (Matthias Puschl) schon das Tor macht. Der Tormann hat aber gehalten, ist dann allerdings auch weit vor dem Tor gestanden. Und das habe ich gesehen und mir gedacht: Bevor ich den Ball jetzt nochmal mitnehme, probiere ichs gleich, hab noch kurz aufgeschaut und ihn drüber gehoben. Hat sicher schön ausgesehen – Hauptsache er war drin.

…zu seinen ersten beiden Meisterschaftsteffern: Zuerst habe ich mich natürlich unheimlich gefreut. Das war schon ein tolles Gefühl, innerhalb von 2 Minuten gleich zweimal zu treffen.  Der Doppelschlag war sicher wichtig, aber leider hat er am Ende nicht ganz gereicht. Wir haben es einfach verabsäumt einen dritten Treffer nachzulegen, hatten unmittelbar vor der Pause noch einen “Sitzer“, wenn wir den gemacht hätten, wäre das Spiel sicher anders ausgegangen und deshalb bin ich zwar froh, dass mir meine ersten Tore in dieser Meisterschaft gelungen sind, aber nach diesem Spielverlauf überwiegt die Enttäuschung über den vergebenen Sieg.

Marco Gantschnig (Verteidiger)
…zum Spiel: Wir haben wirklich eine super 1.Halbzeit gespielt, sind mit einem richtig super Gefühl in die Pause, aber was dann in der zweiten Hälfte los war, können wir nicht erklären. Keine Ahnung was dann passiert ist. Wir haben nichts mehr umgesetzt, was wir uns eigentlich vorgenommen hatte. Wir waren mit dem Kopf nicht da, haben nur mehr verteidigt, aber nicht mehr richtig dagegengehalten, und uns dadurch viel zu Nichte gemacht. Richtig bitter. Wir haben ordentlich Lehrgeld zahlen müssen.

…zu den zwei Gegentoren: Natürlich ist es ärgerlich, dass wir die Gegentore aus zwei Eckbällen kassiert haben, aber Standards sind immer schwer zu verteidigen und es war leider auch etwas Pech dabei. Beim Anschlusstreffer wurde der Ball irgendwie unglücklich abgefälscht und ist dann genau ins Eck gegangen. Beim 2:2 waren wir kurz unachtsam und dann ist der Ball dem Gegner direkt auf den Fuss gefallen. Sehr blöd für uns gelaufen. Wir wollten das Spiel am Ende irgendwie über die Zeit bringen. Leider haben wir das nicht geschafft. Dass der Ausgleich dann in der Nachspielzeit fällt, schmerzt natürlich doppelt.

David Sencar (Kapitän)
…zum 2:2 nach 2:0 Führung: Wir haben es selbst vergeigt. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen… Wir haben in der zweiten Hälfte einfach zu wenig gemacht. Dass wir das Spiel noch aus der Hand gegeben haben, ist ziemlich enttäuschend und tut sehr weh. Ein Dreier wäre möglich gewesen, so haben wir wichtige Punkte liegen gelassen und das ist einfach ärgerlich. Aber man darf nicht vergessen: Wattens ist eine starke Mannschaft und hatte auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Man darf jetzt auch nicht alles schlecht reden. Solche Spiele gehören auch zum Lernprozess unserer jungen Mannschaft dazu. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und es in den nächsten Spielen besser machen. Auf die Leistung, die wir erste Hälfte gezeigt haben, sollten wir aufbauen. Es geht weiter! Wir haben jetzt die Länderspielpause und da können wir uns wieder sammeln und dann heißt es: Weiter hart arbeiten!

Die besten Bilder vom Heimspiel gegen Wattens gibt´s in der Galerie